Eine Reise durch die Geschichte und die Aromenvielfalt des Pfeffers

Pfeffer verleiht Gerichten eine aromatische Schärfe – neben Salz ist er das Basis-Gewürz in jeder Küche. Dabei ist Pfeffer nicht gleich Pfeffer. Die Spannbreite reicht von mild und fruchtig bis intensiv scharf. Das wussten schon die Römer zu schätzen. Es waren schließlich meine Landsleute aus Portugal, die im 15. Jahrhundert neue Seewege erschlossen haben, um das hochbegehrte Gewürz von Indien nach Europa zu bringen. Entdecken Sie mit mir die Geschichte, die spannende Vielfalt verschiedener Pfeffersorten und ihre Bedeutung für die feine Küche – leckere Rezeptideen inklusive.

Der kostbare Pfeffer: Eine Reise durch die Geschichte

Der Pfeffer hat eine lange und faszinierende Geschichte, die bis in die Antike zurückreicht. Die Pfefferpflanze (Piper nigrum, auch als Schwarzer Pfeffer bekannt) hat ihren Ursprung in den tropischen Regionen Südindiens, insbesondere der Malabarküste. Schon die Römer schätzten die aromatische Schärfe, die Pfeffer Gerichten verleiht. Auch seine Haltbarkeit machten den Pfeffer zum idealen und begehrten Fernhandelsgut. Doch der Import über Asien nach Europa war aufwendig und Pfeffer darum entsprechend teuer. Die hohe Nachfrage nach Pfeffer führte dazu, dass er zu einer der wertvollsten Währungen wurde und sogar als Zahlungsmittel diente. Im Mittelalter wurde Pfeffer zu einem Symbol für Reichtum und Luxus. Wer seinen Reichtum vor allem dem Pfeffer zu verdanken hatte, wurde als „Pfeffersack“ bezeichnet.

Die Kontrolle über die Pfefferhandelsrouten war von großer Bedeutung für die europäischen Händler und Monarchen. Die Suche nach neuen Handelswegen jenseits teurer Vermittler brachte portugiesische Seefahrer wie Christopher Kolumbus unter anderem dazu, im 15. Jahrhundert neue Seerouten zu erschließen. 1498 war es der Portugiese Vasco da Gama, der den begehrten Pfeffer erstmals über den Seeweg nach Europa brachte.

Übrigens: Bis heute wünschen wir unbeliebte Menschen dahin, „wo der Pfeffer wächst“. Diese Redewendung hat ihren Ursprung aus der Zeit, in der Indien scheinbar unerreichbar und sehr weit weg war. Von dort kam man nicht so schnell wieder.

Eine Welt der Aromen: Die Vielfalt der Pfeffersorten und ihre Bedeutung in der Küche

Pfeffer ist neben Salz eins der Grundgewürze in der Küche. Doch Pfeffer ist nicht gleich Pfeffer. Verschiedene Arten und auch unterschiedliche Erntezeitpunkte sorgen für unterschiedliche Aromen und Schärfegrade.

Schwarzer Pfeffer
Den Schwarzen Pfeffer haben die meisten in ihrer Küche. Um ihn von Früchten zu unterscheiden, die wir ebenfalls als „Pfeffer“ bezeichnen, sprechen wir bei dieser Sorte auch von „echtem Pfeffer“. Dabei sind die Früchte des Schwarzen Pfeffers je nach Erntezeitpunkt und weiterer Verarbeitung nicht immer schwarz:

  • Grüner Pfeffer wird früh und unreif geerntet. In Salzwasser eingelegt oder gefriergetrocknet behält er seine grüne Farbe. Er zeichnet sich durch einen milden Geschmack aus. Ideal, um Süßspeisen zu verfeinern.
  • Schwarzer Pfeffer stammt ebenfalls aus grünen, unreifen Früchten. Durch einen Trocknungsprozess erhält er die typische, dunkle Farbe und sein scharfes, kräftiges Aroma ein Allrounder zum Würzen von allen herzhaften Gerichten.
  • Roter Pfeffer stammt aus der Ernte vollreifer, roter Pfefferfrüchte. Er schmeckt etwas süßlicher und zeichnet sich durch seine aromatische Schärfe aus. Passt zu Fleisch, Fisch und auch Süßspeisen.
  • Weißer Pfeffer wird von vollreifem Pfeffer gewonnen. Dabei handelt es sich jedoch nur um den Pfefferkern. Bei ihm dominiert die Schärfe. Ideal zum Würzen von hellen Saucen oder hellem Fleisch, um nicht optisch hervorzustechen.

Kampot Pfeffer
Kampot Pfeffer stammt aus der Region Kampot in Kambodscha. Sie ist für ihren einzigartigen Boden und das ideale Klima bekannt, was für das intensive Aroma des Kampot Pfeffers sorgt.

  • Roter Kampot Pfeffer gilt als einer der besten der Welt. Mein Roter Kampot Pfeffer „Pepe die Kambodscha“ N° 4 zeichnet sich durch eine angenehme Schärfe mit gleichzeitig fruchtiger Note aus. Eine Bereicherung für alle Gerichte wie Wild, Fisch, Salat, Pasta, Gemüse oder auch frische Früchte. Probieren Sie ihn unbedingt auch mal in meinem Rezept für Kürbis Chutney.
  • Schwarzer Kampot Pfeffer sorgt als Premium Pfeffer für Hochgenuss. Der Geschmack von meinem Kampot Pfeffer schwarz N° 29 ist geprägt von einem erdig-ätherischen und auch leicht zitrusduftigen Aroma. Das volle Geschmackspotenzial entfaltet sich, wenn Sie ihn frisch gemahlen kurz vor dem Servieren auf Steak, Currys oder zu gegrilltem oder gebratenem Gemüse servieren.

Tellicherry Pfeffer
Der Tellicherry Pfeffer stammt aus der Region rund um Thalassery (früher: Tellicherry) in Kerala, sie liegt an der indischen Malabarküste. Er gilt als eine der hochwertigsten Pfeffersorten der Welt. Die Beeren werden reif von Hand geerntet, behutsam getrocknet und fermentiert. Mein Tellicherry Pfeffer N° 26 zeichnet eine elegante, kräftige Schärfe aus, mit einer leicht blumig-fruchtigen Geschmacksnuance. Er passt besonders gut zu Fleischgerichten und Mittelmeerfischen, aber auch zu schokoladigen Desserts. Seine Qualität und sein intensiver Geschmack machen ihn zu einer bevorzugten Wahl in der feinen Küche.

Die Pfeffergewürzmischung für eine wahre Geschmacksexplosion:

Mein Pfeffer Mix „Xim Pepe“ N° 2 vereint verschiedene Pfeffersorten zu einer einzigartigen Geschmackserfahrung. Hier vereinen sich die intensiven Aromen von Tasmanischem Bergpfeffer, Voatsiperifery Pfeffer, Grünem Malabar Pfeffer, Weißem Pfeffer, Lemon Myrtle und Rosa Beere (Schinusbeere) – eine perfekt ausbalancierte Aromenvielfalt von mild und fruchtig bis hin zu einer intensiven Schärfe. Verfeinert insbesondere Steak, Fisch und Salat.

Längerer Genuss garantiert: So lagern Sie Pfeffer richtig

Wie alle Gewürze sollten Sie auch Pfeffer am besten kühl, dunkel und trocken lagern. Daher erhalten Sie die erlesenen Gewürze und Pfeffer aus meiner Gewürzlinie Die Würze Kölns in hochwertigen Aromadosen mit Doppel-Deckel.

Extra-Tipps:

  • Bewahren Sie Gewürze nicht in der Nähe des Herdes auf und würzen Sie auch nicht direkt über dampfenden Töpfen – der Wasserdampf kann dazu führen, dass Gewürze verklumpen und sich über die Zeit sogar Schimmel bildet.
  • Ganze Pfefferkörner sind übrigens länger haltbar als gemahlener Pfeffer.
  • Wenn Sie Pfefferkörner kurz vor dem Würzen frisch mahlen, setzt das ätherische Öle frei, die für ein wunderbar intensives Aroma sorgen. Dafür empfehle ich Ihnen Gewürzreiben und Gewürzmörser aus Gusseisen. Damit können Sie geschmacksneutral Mörsern.

Geschenkideen: Gewürzsets für die Vielfalt exklusiven Geschmacks

Verschenken Sie Freude am Genuss: Mit ausgewählten Gewürzsets aus meiner selbst entwickelten Gewürzlinie Die Würze Kölns kommen Liebhaber der feinen Küche voll auf ihre Kosten. Wie wäre es zum Beispiel mit dem Gewürzset „Das Basis-Trio“: Enthalten sind neben meinem erlesenen Pfeffer Mix Xim Pepe N° 2 auch das Meersalz „Fiocco del Mare“ N° 5 und die Zuckermischung Note Araba“ N° 1.